Gutsweine

 

Die Gutsweine bilden das Grundgerüst unseres Sortiments und werden gerne als die Visitenkarte des Hauses bezeichnet. Sie zeigen besonders die Handschrift des Winzers und stammen alle aus eigenen Rebflächen. Unkomplizierter Trinkgenuss und eine perfekte Einführung in die verschiedenen Rebsorten und unser Sortiment.

 

Die Farbe auf dem Etikett informiert über die Geschmacksrichtung

Herbere Weine können Sie anhand gelber, halbtrockene oder feinherbe durch grüne und eher süße Tropfen an den roten Streifen auf dem Etikett erkennen. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, schnell und einfach eine passende Vorauswahl an Weinen aus Ihrem heimischen Weinregal zu treffen, wenn sich zuhause Besuch ankündigt.

 

Gelbe Streifen: Trockene Weine

Unsere herben Weine (von 0 bis 9 Gramm Restsüße pro Liter) bieten das individuelle Geschmackserlebnis. Hier finden Sie die unverfälschte Reintönigkeit einer jeden Rebsorte. Das Zusammenspiel zwischen Mineralität, Alkohol, Säure und den Eigenheiten der verschiedenen Sorten kommt hier besonders zum Tragen.

 

Grüne Streifen: Halbtrockene Weine

Die feinherben Produkte spielen mit ein wenig Restsüße. Einige Gramm Süße (von 9 bis 18 g/l ) unterstreichen den Charakter so mancher Weine und machen sie anspruchsvoll. Sie verleihen dem Aroma den Stellenwert, den jeder Wein einzigartig macht.

 

Rote Streifen: Süße Weine

Darf es noch mehr sein? Liebliche Erzeugnisse (ab 18 g/l) unterstreichen die Frucht eines Weines in besonderer Weise. Dabei darf nicht übertrieben werden. Schießt man über das Ziel hinaus, überdeckt die Restsüße den eigentlichen Weingeschmack.

 

Blaue Streifen: Rotweine

Bei den Roten haben wir uns einheitlich für eine blaue Farbgebung entschieden, um sie klar von den Weißweinen abzugrenzen.

 

 

Klassische Rebsorten 

Unter klassischen Rebsorten reihen wir die alten Sorten ein, die auch gelegentliche Weinkonsumenten bereits gehört haben. Sie werden in verschiedenen Ländern und den meisten Weingebieten angebaut. Und doch: Der Geschmack der Weine dieser Rebsorten prägt sich von Region zu Region, sogar von Weinberg zu Weinberg unterschiedlich aus.
Mehr zu Lagen und Terroir im Kapitel "Lagen" >

 

Weiße Rebsorten

  • Riesling
  • Silvaner
  • Weisser Burgunder
  • Grauer Burgunder
  • Chardonnay
  • Müller-Thurgau

 

Rebsorten, die wir in Rotwein und Weißherbst verwandeln

Unsere Rotweine sind, unserem eigenen Geschmack folgend, jung, frisch und leicht. Rosé ist vor allem als Sommerwein beliebt.
Rotweine reifen in über hundert Jahre alten großen Holzfässern. Das Holz fördert die Reifung des jungen Jahrgangs. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um Barrique-Ausbau.

 

  • Spätburgunder
  • Schwarzriesling
  • Dornfelder
  • Portugieser
  • Regent

 

Neuzüchtungen aus Rheinhessen von Dr. Georg Scheu

„Herr Hannemann, von diesem Wein habe ich noch nie etwas gehört, der schmeckt aber lecker!“

Originalzitat einer Osnabrücker Weinkundin, als Sie das erste Mal unseren Kanzler kostete.

Solche Aussagen sind es, die uns antreiben unseren Weg zu gehen. Wir bieten Ihnen nicht nur die bekannten Rebsorten-Weine an, die Sie in Supermärkten finden, sondern auch die unbekannten Weinsorten, von denen Sie evtl. noch nie gehört haben („Ortega? Was ist denn das?“), gehören zu unserem Repertoire. Besonders, wenn das Gegenteil der Fall ist, nämlich wenn dem Namen ein schlechter Ruf voraus eilt, sehen wir uns in der Pflicht das Bild der Resborten durch gute Qualitäten ins rechte Licht zu rücken.

 

Typische Rheinhessische Reborten

  • Kanzler
  • Scheurebe
  • Huxelrebe
  • Siegerrebe
  • Ortega
  • Würzer

 

Hannemann und die Rebsorte Kanzler

Gerne probieren wir Neues aus. Manches gelingt auf Anhieb, anderes ist zum Scheitern verurteilt. Aber von Einem können wir einfach nicht lassen: Die Pflege unserer Kanzler-Rebstöcke liegt uns besonders am Herzen. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon fast so lange da sind wie es Hannemanns auf dem Weingut Heiligenblut gibt oder auch einfach nur deshalb, weil aus ihnen ein besonderer Tropfen hervorgeht.
In der Rebsortenstatistik Rheinland-Pfalz spielt sie überhaupt keine Rolle. Man muss erst mal richtig suchen, um sie zu finden. In Rheinhessen, das mit ca. 26500 Hektar das größte Anbaugebiet Deutschlands, geht Kanzler mit nur 20 Hektar (Stand 2007) geradezu unter. Die wenigen Berufskollegen schätzen, wie wir, ihre fruchtige Art, gepaart mit einer nicht zu stark ausgeprägten Fruchtsäure. Goldgelb funkelt der Wein im Glas.
Wie so viele Neuzüchtungen von Georg Scheu (1879-1949), der bedeutendste Rebenzüchter seiner Zeit, ist auch die Rebsorte Kanzler 1927 von ihm gezüchtet worden. Im Weinkeller ist das Gespür des Kellermeisters gefragt, um das feine Kanzleraroma intensiv zur Geltung zu bringen. Im Weinberg ist diese Rebsorte eher unproblematisch. Allerdings erfrieren die Knospen in kalten Winternächten leicht und damit reduziert sich der ohnehin nicht besonders üppige Ertrag noch mehr. Das ist einer der Gründe, warum diese Rebsorte extrem selten zu finden ist. Am Geschmack liegt es nicht. Letztendlich entscheidet die Qualität des Weines und die ist beim Kanzler fast garantiert.