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Lagen

Ein Teil unserer Weinberge liegen in unmittelbarer Nähe des Weingutes auf dem Heiligen Blutberg. Sie sind leicht zu Fuß zu erreichen. Andere wiederum sind auf dem Kapellenberg  (etwa 1 km) oder im Kirchenstück (ca. 2 km) verteilt. Seitdem die Weinberge vom Schwiegervater gepachtet wurden, bewirtschaften wir auch Weinberge in den Heimersheimer Lagen Sonnenberg und dem Alzeyer Rotenfels (5 km), sowie Wingerte im Lonsheimer Mandelberg (8 km)  und Schönberg (9 km).

 

Edle Gewächse rund um den Turm

Unsere Einzellage „Heiliger Blutberg“ stellt in jeder Beziehung eine Besonderheit dar. Noch nicht einmal 3 Hektar umfassend, wird er von vielen Bruchsteinmauern durchzogen. Leicht erwärmbare Lehmböden lassen die Rebstöcke im Frühjahr zeitig zum Leben erwachen. Jeder Sonnenstrahl im Frühjahr fördert das Wachstum der jungen Triebe auf den süd- bis südwestlichen Hängen des Blutberges. Auch wenn die Sonneneinstrahlung im Frühling noch nicht ihr Maximum erreicht hat, erwärmt sie doch die Sandsteinmauern. In den noch kühlen Nächten geben sie die Wärme wieder ab. Die Wurzeln der uralten Rebstöcke haben sich bis tief in die Erde gegraben und können so auch einer Trockenheit im Sommer standhalten. Daraus ergibt sich eine längere Vegetationszeit. Auf diese Weise können wir das ein oder andere Grad Oechsle mehr erreichen, als in anderen Weinlagen. Zusammen mit einer selektiven Handlese ernten wir hier unsere anspruchsvollsten Weine.
Die meisten Arbeiten in den Nischen und Ecken der Terrassen müssen von Hand erledigt werden. Beispielsweise schneiden wir das Gipfellaub wie zu Großvaters Zeiten mit der Sichel. Auf dem heiligen Blutberg verbringen wir mehr Zeit in den Weinbergszeilen als andernorts. Dabei sind wir oft nicht alleine. Immer wieder mal sonnt sich ein Salamander in der Hitze und lässt sich durch unser Treiben nicht aus der Ruhe bringen. Wie der Salamander, so beanspruchen auch viele Löwenmäulchen das gleiche Refugium. Sie gedeihen in der Mauerkrone am besten und verleihen zur Blütezeit unserem Areal etwas Unverwechselbares.
Im Herbst wird die Mehrarbeit belohnt: Die Weine präsentieren sich körperreich, komplex, lang anhaltend und aromatisch. Der Weingenießer wird lange Freude an solchen Tropfen haben.